Umweltzeichen-Tag 2021: Artenvielfalt und Klimaschutz

Am 5. Mai ist Wetlumweltag – hierzulande auch bekannt als Umweltzeichen-Tag. Dieser Tag macht heuer auf die Themen Artenvielfalt und Klimaschutz aufmerksam.

Auch das Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser – die Häusern zum Leben und die PensionistInnenklubs für die Stadt Wien – leistet ihren Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt, sowie dem Klimaschutz und verfolgen unterschiedliche nachhaltige Projekte.

Insektenparadies in begrünten Hausfassaden

Einen perfekten Beitrag für den Artenschutz bietet die begrünte Häuserfassade des Hauses Rossau in Wien Alsergrund. Die 2020 installierte Pflanzenwand sowie die begrünten Flachdächer über dem Gast.Haus und dem Vorplatz kühlen nicht nur das Haus, sondern wirken auch als aktive Maßnahme gegen „Urban Heat Islands“. Die Fassade umfasst auf 16 Metern Höhe und 60 Quadratmetern Fläche insgesamt 2.500 Pflanzen mit einem Immergrünanteil von 60 Prozent. Zusätzlich tragen zahlreiche Pflanzentröge am Vorplatz dazu bei, den Feinstaub aus der Luft zu filtern und CO2 in Sauerstoff umzuwandeln. Das „Kleinklima“ verbessert sich, Menschen profitieren von der grünen Wohlfühloase, auch Bienen und andere Insekten finden neuen Lebensraum.

Stadtbienen – unentbehrlich für die Pflanzenwelt

Die Häuser zum Leben und PensionistInnenklubs mit großzügigen Gärten – insgesamt etwa 200.000 Quadratmeter – Hochbeeten, Urban Gardening und begrünten Hausfassaden bieten eine hohe Vielfalt an Pflanzen und Blüten in der Stadt. In den Häusern Augarten, Hohe Warte, Trazerberg, Föhrenhof und Rosenberg wohnen am Dach mehrere Bienenvölker mit bis zu 50.000 Honigbienen, die von Imkern betreut werden. Jedes einzelne Bienenvolk produziert in der Hochsaison im Juni etwa 40 Kilogramm Honig. Jährlich werden somit mehrere hundert Kilogramm Honig geerntet und unter anderem zum „Honig zum Leben“ verarbeitet, der auf den Markt.Plätzen der Pensionisten-Wohnhäuser erhältlich ist.

Urban Gardening bei den PensionistInnenklubs

Das Garteln gewinnt als sinnstiftende Tätigkeit im Grätzl an Bedeutung: Es festigt den Zusammenhalt und fördert die Kommunikation der Menschen untereinander und stärkt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit, Naturverbundenheit und gesunde Ernährung über alle Generationen. Gemeinschaftssinn und Wissen über Anbau und Pflege von Pflanzen wird gefördert und auch an jüngere Generationen weitergegeben. Genutzt werden Hochbeete, aber auch alte Tröge und Brunnen. Aktuell startet ein Projekt des PensionistInnenklubs am Hofferplatz: Dieser stellt 12 seiner 17 Pflanztröge der Nachbarschaft zum umweltfreundlichen Garteln zur Verfügung im Austausch gegen eine ehrenamtliche Tätigkeit. Das Projekt soll die Vernetzung und den Austausch zwischen verschiedenen Generationen und Kulturen fördern.