Demenz

Es ist uns wichtig, Autonomie und Lebensqualität in allen Phasen der dementiellen Erkrankung in den Vordergrund zu stellen.

Karin Eder | Leitung Kompetenzteam Demenz

Lebensqualität mit Demenz. In den Häusern zum Leben werden Menschen mit Vergesslichkeit und dementiellen Erkrankungen in allen Lebensphasen unterstützt. Dank unserer unterschiedlichen Angebote können wir eine angepasste Betreuung und Pflege durchführen. In der Tag.Familie, im Betreuungszentrum oder auf unseren Pflegestationen wird individuell auf die Bedürfnisse der Menschen eingegangen.

Was ist Demenz?

Demenz ist keine eigenständige Erkrankung. Vielmehr handelt es sich um eine Kombination von bestimmten Merkmalen („Symptomen“) wie über Jahre andauernde Minderung der Gedächtnisleistung sowie des Denk- und/oder Orientierungsvermögens. Ursache für diese Symptome können unterschiedlichste Erkrankungen sein.

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für dementielle Erkrankungen. Junge Personen sind selten davon betroffen. Demenz kann man zwar nicht heilen. Vielen Formen der Demenz kann man aber vorbeugen.

Menschen mit Vergesslichkeit oder dementiellen Erkrankungen können oft viel mehr, als Ihnen zugetraut wird. Sie sollten daher immer selbst zu ihrer Lebenssituation, ihren Wünschen befragt und in alle Entscheidungen einbezogen werden. Eine Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten bedeutet nicht unbedingt auch Verlust der Lebensfreude und Lebensqualität.

Ab wann wird Demenz zu einer Erkrankung? Demenz hat verschiedene Formen und Ausprägungsgrade. Die häufigste Form der Demenz ist die Demenz des Alzheimertyps (ca. 7 von 10 Betroffenen). Oft verbindet man Demenz mit sehr alten Menschen und mit dem letzten Stadium der Alzheimerdemenz. Allerdings entwickelt sich die Alzheimerdemenz über Jahre und bis zum letzten Stadium kann es zwischen drei und 20 Jahren dauern. Ob die Demenz als eine Einschränkung oder als Erkrankung betrachtet wird, hängt also auch stark vom Ausprägungsgrad ab.

Eine Diagnose bekommen. Dennoch ist es wichtig, dass Betroffene eine Diagnose bekommen. Genau dieser Schritt fällt vielen Betroffenen und deren Angehörigen aus unterschiedlichsten Gründen schwer.
In Österreich sind laut Statistik rund 140.000 Menschen von Demenz betroffen. ExpertInnen gehen davon aus, dass die Dunkelziffer eine viel höhere ist.

Betroffene brauchen eine Diagnose, um ihre Ansprüche gegenüber den Gesundheitskassen geltend machen zu können und die notwendige Unterstützung zu erhalten.

Tag.Familien

In allen 30 Häusern zum Leben gibt es sogenannte Tag.Familien. Diese bieten Menschen mit demenziellen Erkrankungen einen begleiteten, strukturierten Tagesablauf. Die noch vorhandenen Ressourcen werden gefördert. Neues kann erlernt werden.

Durch sinnstiftende Aufgaben und Tätigkeiten wird die Selbstkompetenz gestärkt und die Lebensqualität verbessert. Dadurch wird die Aufnahme in den stationären Bereich hinausgezögert bzw verhindert.

Unsere Häuser

Betreuungszentrum Rosenberg

Das Betreuungszentrum im Haus Rosenberg ist eine Schwerpunktstation für Menschen mit demenziellen Erkrankungen, die intensive und individuelle Betreuung und Pflege benötigen. Mobilen, desorientierten BewohnerInnen wird hier höchstmögliche Lebensqualität bei einem größtmöglichen Maß an Freiheit geboten.

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Virtueller #DemenzRAUM

Im #DemenzRAUM sprechen wir mit Betroffenen und ExpertInnen über das Thema Demenz und die unterschiedlichen Ansätze und Möglichkeiten, damit umzugehen.

Seien Sie dabei!