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Gesundheitsstadtrat Peter Hacker, Christine Heissenberger, Nicole Jagodic, Katharina Zembacher (alle Häuser zum Leben) mit dem Gewinnerscheck, Dennis Beck (WiG)

Häuser zum Leben gewinnen Wiener Gesundheitspreis 2026

Mit ihrem Projekt „VR-gestützte Biografie- und Aktivierungsarbeit für Menschen mit Demenz“ überzeugten die Häuser zum Leben die Jury.

Die Häuser zum Leben wurden für ihr innovatives VR-Projekt beim Wiener Gesundheitspreis 2026 ausgezeichnet und haben Platz eins in der in der Kategorie „Gesund in Grätzel und Bezirk“ belegt. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Wiener Gesundheitsförderungskonferenz im Wiener Rathaus statt. Christine Heissenberger, Bereichsleiterin HR, nahm die Auszeichnung gemeinsam mit Nicole Jagodic, Abteilungsleiterin Digitale Innovationen, und Katharina Zembacher, Fachexpertin Digitale Innovationen, entgegen.

Mit dem Wiener Gesundheitspreis werden Projekte ausgezeichnet, die innovative Antworten auf aktuelle gesundheitliche und gesellschaftliche Herausforderungen geben. Die Häuser zum Leben überzeugten mit ihrem Ansatz, moderne Technologie gezielt zur Förderung von Wohlbefinden, Teilhabe und Lebensfreude von Menschen mit Demenz einzusetzen.

„Innovative Projekte wie dieses zeigen, dass Gesundheitsförderung viele Gesichter hat. Die Häuser zum Leben verbinden technologische Innovation mit einem hohen Maß an Menschlichkeit und schaffen damit einen echten Mehrwert für ältere Menschen in Wien“, sagt Peter Hacker, Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport.

Erinnerungen neu erleben

Besonders innovativ ist die Verbindung von XR-Technologie und individueller Biografiearbeit. Mit eigens aufgenommenen 360-Grad-Aufnahmen entstehen persönliche Erlebnisräume, die auf die Lebensgeschichte jedes einzelnen Menschen zugeschnitten sind. Angehörige werden aktiv eingebunden und gestalten die virtuellen Erinnerungsreisen mit.

„Wir verstehen Technologie als Werkzeug, um die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern. Gerade bei Menschen mit Demenz kann Virtual Reality Erinnerungen aktivieren, soziale Kontakte fördern und Momente schaffen, die ohne diese Möglichkeit oft nicht mehr entstehen würden. Unser Ziel ist es, Innovation dort einzusetzen, wo sie den Menschen unmittelbar zugutekommt“, so Christian Hennefeind, Geschäftsführer Häuser zum Leben.

Ergänzt wird das Angebot durch aktivierende VR-Anwendungen, die kognitive Fähigkeiten fördern und vertraute Alltagserfahrungen erlebbar machen. So können Bewohner*innen beispielsweise virtuell gärtnern, Gemüse ernten oder andere Tätigkeiten ausführen, die vielen aus ihrem früheren Leben vertraut sind.

Technologie als Brücke

„Technologie ersetzt keine menschliche Nähe. Sie schafft neue Zugänge zu Menschen und hilft uns, Erinnerungen zu wecken, Gespräche anzustoßen und Lebensfreude zu fördern“, betont Nicole Jagodic, Abteilungsleiterin Digitale Innovationen.

Mit ihrem Projekt zeigen die Häuser zum Leben, wie innovative Technologien sinnvoll in der Langzeitpflege eingesetzt werden können: als Brücke zu Erinnerungen, als Werkzeug für Aktivierung und als Beitrag zu einer zukunftsorientierten Betreuung von Menschen mit Demenz.

Stockerlplatz für Klub66-Reportage

Der Klub66, das Discoformat der Pensionist*innenklubs für Menschen ab 60 Jahren, sorgte im vergangenen Jahr für großes mediales Interesse. Die Reportage von Irene Brickner im Standard über das innovative Veranstaltungsformat wurde ebenfalls mit einem Stockerlplatz ausgezeichnet.

Mit Veranstaltungen in Wiener Szenelokalen wie dem U4 schafft der Klub66 Räume für Begegnung, Bewegung und generationenübergreifendes Miteinander. Das Angebot setzt bewusst ein Zeichen gegen Einsamkeit und stereotype Altersbilder. Statt Rückzug stehen Gemeinschaft, Lebensfreude und gesellschaftliche Teilhabe im Mittelpunkt. Damit verfolgt der Klub66 dasselbe Ziel wie das VR-Projekt: älteren Menschen neue Möglichkeiten zu eröffnen, aktiv, verbunden und selbstbestimmt am Leben teilzunehmen.

„Mit dem Klub66 schaffen wir Angebote, die sich an den Interessen und Lebensrealitäten der neuen Generation älterer Menschen orientieren. Die große Resonanz zeigt uns, wie wichtig zeitgemäße Begegnungsräume sind, die Menschen zusammenbringen und gesellschaftliche Teilhabe fördern“, sagt Simon Bluma, stellvertretender Geschäftsführer der Häuser zum Leben.

Innovation für mehr Lebensqualität

Ob durch virtuelle Erinnerungsreisen oder durch volle Tanzflächen: Die Häuser zum Leben zeigen, wie innovative Ansätze die physische, psychische und soziale Gesundheit älterer Menschen stärken können. Im Mittelpunkt steht dabei stets derselbe Gedanke: Lebensqualität, Teilhabe und menschliche Nähe im Alter zu fördern.

Foto und Video: WiG

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