Zwei junge Frauen basteln an einem Tisch mit einer Seniorin.

Gehörlose PraktikantInnen im Haus Margareten

Die Pflege soll als Berufsfeld für gehörlose Menschen geöffnet werden. Im Haus Margareten leisten derzeit vier gehörlose PraktikantInnen Besuchsdienst bei BewohnerInnen mit demenziellen Erkrankungen in der Tag.Familie.

Einmal wöchentlich wird in der Tag.Familie im Haus Margareten mit „sehr viel Körpereinsatz“ kommuniziert, wie Genoveva Gociu, Teamleiterin Hausbetreuung, berichtet. Denn an einem Vormittag pro Woche sind vier gehörlose und schwerhörige PraktikantInnen zu Gast bei BewohnerInnen mit demenziellen Erkrankungen. Im Rahmen eines Besuchsdienstes basteln sie mit den BewohnerInnen, sie spielen Gesellschaftsspiele oder sie leiten Bewegungseinheiten an.

Die PraktikantInnen absolvieren derzeit den sechsmonatigen Vorbereitungslehrgang „Betreuung und Pflege“ für gehörlose Menschen in der Schulungseinrichtung equalizent. In dem Lehrgang werden sie auf eine Ausbildung im Bereich Altenarbeit und Pflegeassistenz vorbereitet.

Benachteiligung am Arbeitsmarkt

Gehörlose Menschen sind am Arbeitsmarkt und im Bildungsbereich stark benachteiligt, da beide Bereiche auf hörende Menschen ausgerichtet sind. Deswegen waren gehörlose Menschen bisher häufig nur in wenigen Berufen wie SchneiderIn, Reinigungskraft oder HilfsarbeiterIn tätig. In den vergangenen Jahren hat equalizent daran gearbeitet, neue Berufe für gehörlose Personen zu öffnen. Seit 2016 bietet das Institut den Vorbereitungslehrgang für die Pflegeausbildung an. Einige gehörlose PflegerInnen gibt es bereits.

Erstmals kooperiert equalizent nun mit einem der Häuser zum Leben. Claudia Krejc, die die Ausbildung leitet, sagt sie habe von zahlreichen Pensionisten-Wohnhäusern, die sie kontaktiert hat, positive Rückmeldungen bekommen. „Ich habe nicht erwartet, dass sich so viele melden.“

Die PraktikantInnen kommen gerne ins Haus Margareten. Am Anfang gab es unter den MitarbeiterInnen Skepsis, wie die Kommunikation funktionieren solle. Die Skepsis ist verflogen. Man weiß sich zu verständigen – auch mit Lippen lesen. Und die BewohnerInnen freuen sich ohnehin über die netten BesucherInnen.

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