Haus Haidehof: Erinnerungen für die Zukunft gesucht
Bei einer Infoveranstaltung informierten sich Anrainer*innen über den Neubau des Hauses Haidehof.
Der Neubau des Hauses Haidehof soll nicht nur ein modernes Haus zum Leben werden, sondern auch ein Ort der Begegnung im Grätzl. Bei einer Informationsveranstaltung Ende September nutzten zahlreiche Anrainer*innen die Gelegenheit, mit dem Projektteam der Häuser zum Leben, der Sozialbau AG sowie den Architekt*innen direkt ins Gespräch zu kommen, sich über die Planungen zu informieren und Fragen zu stellen.
Erinnerungen gesucht
Begrüßt wurden die Besucher*innen von Bezirksvorsteher Thomas Steinhart: „Der Standort des Hauses Haidehof ist für viele Menschen in Simmering weit mehr als nur eine Adresse. Zahlreiche Bewohner*innen verbinden persönliche Erinnerungen mit diesem Ort. Daher werden mit dem Neubau des Hauses ab Ende 2027 nicht nur moderne Pflege- und Betreuungsangebote geschaffen, sondern auch ein Ort der Begegnung für das gesamte Grätzl entstehen.“
Dass das Haus Haidehof seit vielen Jahren eng mit dem Bezirk verbunden ist, zeigte sich auch bei den Gesprächen vor Ort. Besucher*innen erzählten von persönlichen Erlebnissen und ihren Erinnerungen. Diese sollen nun gesammelt und für die Zukunft bewahrt werden.
Konkret werden historische Fotos und Dokumente gesucht, ebenso wie persönliche Geschichten und Anekdoten rund um das Haus Haidehof. Wer Erinnerungen teilen möchte, kann sich direkt an die Häuser zum Leben wenden oder an die fünf Pensionist*innenklubs in Simmering.
„So soll Schritt für Schritt ein gemeinsames Erinnerungsprojekt entstehen, das die Geschichte des Hauses Haidehof und seine Bedeutung für Simmering dokumentiert und gleichzeitig eine Brücke zum neuen Haus schlägt“, ruft Steinhart zur regen Beteiligung auf.
Mitten im Grätzl
Im Mittelpunkt der Informationsveranstaltung stand auch die Zukunft des Standorts. Nach der bereits abgeschlossenen Abtragung des Bestandsgebäudes wird das Gelände nun vorbereitet, damit ab Ende 2027 ein modernes Pflegewohnhaus sowie neuer geförderter Wohnraum entstehen können. Das Planungsteam stand für die Fragen der Besucher*innen vor Ort zur Verfügung.
Genau dieser direkte Austausch mit dem Grätzl soll auch während der weiteren Entwicklung des Standorts fortgesetzt werden. „Bei Informationsveranstaltungen wie dieser können wir in den direkten Austausch mit Anrainer*innen und Interessierten treten. Zusätzlich haben wir für Fragen rund um das Projekt eine eigene Ombudsstelle eingerichtet und informieren über die Website der Häuser zum Leben“, so Gert Weszelits, Bereichsleiter Bau der Häuser zum Leben.
Die Ombudsstelle ist unter haus.haidehof@kwp.at oder telefonisch unter +43 1 313 99 400 400 (Montag bis Freitag zwischen 8.00 und 15.00 Uhr) erreichbar.
Klubs bringen Bewegung ins Grätzl
Wie Begegnung und Gemeinschaft schon heute gelebt werden, zeigten die Pensionist*innenklubs für die Stadt Wien bei der Informationsveranstaltung mit einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm. In Simmering bieten insgesamt fünf Klubs ein vielfältiges Mitmach- und Bewegungsprogramm.
Hierzu zählen die sportliche Nordic Walking Gruppe ebenso wie die schwungvolle Tanzgruppe „11er-Liners“, die in Simmering einen treuen Fanklub hat. Wer dabei sein möchte, findet alle Informationen und Veranstaltungen auf der Website der Klubs oder auch in der praktischen DieKlubs App, die kostenlos in allen gängigen App-Stores erhältlich ist.
Forschung, die schmeckt
Während das beschwingte Bewegungs- und Mitmachprogramm zum Ausprobieren neuer Sportarten – wie etwa Smovey – einlud, sorgte das FoodBike der Häuser zum Leben mit Kostproben – wie etwa Flüssigkeitstropfen – aus der hauseigenen Forschungsküche für das kulinarische Wohl.
Die Expert*innen der Forschungsküche entwickeln altersgerechte Speisen, bei denen Genuss und Optik nicht zu kurz kommen: vom ReGENERATIONs-Porridge über gaumenweiche Kuchen und hochkalorische Cremen bis zum Wiener Schnitzel aus dem 3D-Speisendrucker. Im Fokus stehen dabei besonders die Bedürfnisse von Menschen mit Kau- und Schluckbeschwerden.