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Eine Seniorin zeichnet auf einem Tablet.

Digitaler Erlebnistag im Haus Hetzendorf

Gemeinsam mit jungen Digital Coaches probierten Bewohner*innen im Haus Hetzendorf neue Smartphone-Apps aus, bearbeiteten Fotos, testeten Spiele und reisten mit Virtual Reality einmal um die Welt.

Die Häuser zum Leben setzen auf Technologie, die bei Menschen ankommt. Digitale Behördenwege, Gesundheitsangebote oder auch der Kontakt mit Familie und Freund*innen finden heute immer öfter online statt. „Sehr viele ältere Menschen möchten sich sicher und selbstständig in der digitalen Welt bewegen“, beobachtet Anna Hochreiter, Direktorin im Haus Hetzendorf.

Technologie muss beim Menschen ankommen.

Simon Bluma | Stellvertretender Geschäftsführer Häuser zum Leben

Bei vielen älteren Menschen ist daher das Interesse groß, mit der technologischen Entwicklung Schritt zu halten. „Technologie muss beim Menschen ankommen und ihn im Alltag unterstützen“, betont Simon Bluma, stellvertretender Geschäftsführer der Häuser zum Leben.

Österreichs größter Anbieter für Senior*innenbetreuung entwickelt daher gezielt digitale Angebote für Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen. Ein Beispiel sind VR-Brillen, die neue Erfahrungen ermöglichen – besonders für Menschen mit Demenz oder eingeschränkter Mobilität.

„In der Remobilisation – etwa nach Stürzen – erzielen wir hier sehr gute Erfolge, da die Bewegung spielerisch und motivierend trainiert wird. So macht die Therapie mehr Spaß und unterstützt den Genesungsprozess aktiv.“

Neues Vermittlungsprogramm

Hier setzt auch das Projekt „Digital Coach – GenConnect“ an – und dreht die Perspektive um. „Jugendliche, die beim Einstieg ins Berufsleben Unterstützung brauchen, werden zu Expert*innen und Vermittler*innen“, so Andreas Pollak vom Verein T.I.W., „sie erleben Selbstwirksamkeit und gesellschaftliche Anerkennung!“

Gleichzeitig profitieren die Bewohner*innen von der Begegnung: Sie bringen ihre Erfahrung und ihr Wissen ein, tauschen sich aus und erweitern auf niederschwellige Weise ihre digitalen Fähigkeiten – ganz im eigenen Tempo und entsprechend ihrer Interessen.

Das Projekt schafft einen nachhaltigen Mehrwert für beide Generationen.

Daniela Weinholtz | Initiative qualitätszeit

„Das Projekt schafft damit einen nachhaltigen Mehrwert für beide Generationen und zeigt, wie digitale Wissensvermittlung Brücken bauen kann“ unterstreicht Daniela Weinholtz von der Initiative „qualitätszeit“. Die bei ihrem Einstieg ins Berufsleben unterstützten Jugendlichen (AusbildungsFit, gefördert vom Sozialministeriumservice), werden in einer kompakten Schulung zu Digital Coaches qualifiziert. Neben digitalen Anwendungen erwerben sie soziale und kommunikative Kompetenzen für die Arbeit mit älteren Menschen.

  • Eine Seniorin zeichnet eine Katze mit Brille auf einem Tablet-PC und lächelt.
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