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Saisonale Obst- und Gemüsevielfalt im Winter

Im neuesten Ernährungsblog geht es um gesunde und vitaminreiche Ernährung im Winter. Auch in der kalten Jahreszeit steht saisonales Obst und Gemüse zur Verfügung.

Der Übergang in die kalte Jahreszeit verändert nicht nur das Wetter, sondern auch unsere Ernährung. Während im Sommer frisches Obst und bunte Salate auf den Tisch kommen, stehen im Winter vor allem kräftige und aromatische Gemüsesorten im Mittelpunkt. In Österreich sind auch in den Wintermonaten einige heimische Obst- und Gemüsesorten erhältlich – entweder frisch geerntet oder als Lagerware. Wer sich an der Saison orientiert, tut nicht nur dem eigenen Körper etwas Gutes, sondern unterstützt gleichzeitig die Umwelt und die regionale Landwirtschaft.

Gemäß den österreichischen Ernährungsempfehlungen soll man täglich etwa fünf Portionen Gemüse und Obst essen, idealerweise drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst. Regional und saisonal einzukaufen ist dabei besonders sinnvoll: heimische Produkte haben kurze Transportwege, benötigen weniger Energie in der Produktion und enthalten häufig mehr wertvolle Inhaltsstoffe als importierte Ware, da sie reif geerntet werden.

Welche Sorten haben im Winter Saison?

Die klassischen Wintermonate sind Dezember, Jänner und Februar. In dieser Zeit stehen vor allem Kohlarten und Wurzelgemüse zur Verfügung. Viele Sorten sind als Lagerware erhältlich – das bedeutet, sie werden während der Erntezeit geerntet und anschließend unter geeigneten Bedingungen gelagert, sodass sie über mehrere Monate hinweg frisch und genießbar bleiben. Typische Beispiele sind Äpfel, Birnen, Kohl oder Karotten.

Folgende Obst- und Gemüsesorten sind laut österreichischem Saisonkalender im Winter erhältlich:

Gemüse:

  • Kohlarten: Kohlsprossen, Rotkohl, Weißkohl/Kraut
  • Wurzeln & Knollen: Karotten, Pastinaken, Rote Rüben, Sellerie, Topinambur, Schwarzwurzel (Dezember)
  • Zwiebel & Lauch: Zwiebel, Knoblauch, Lauch/Porree
  • Wintersalate, z.B. Vogerlsalat (Feldsalat), Chinakohl, Endiviensalat (Dezember), Rucola (ab Februar)
  • Kürbis, Erdäpfel, (Zucht-)Pilze (z.B. Champignons)

Obst:

  • Äpfel
  • Birnen

Gemüse und Obst für den Winter bewahren

Neben der Wahl saisonaler Produkte lohnt es sich, auch die Fülle aus Sommer und Herbst zu nutzen. Viele Sorten lassen sich mit einfachen Methoden haltbar machen und stehen so auch im Winter als frische Zutaten zur Verfügung.

Beliebte Techniken sind beispielsweise das Einlegen in Essig oder Öl, bei dem Gemüse wie Gurken, Zucchini oder Paprika mit einer säurehaltigen Lake konserviert wird. Das Einkochen von Chutneys oder Marmeladen eignet sich gut für Tomaten, Zucchini und Zwiebeln.

Beim Fermentieren werden durch Salz und Milchsäuregärung Gemüse wie Kraut, Karotten oder Rote Rüben auf natürliche Weise konserviert und gleichzeitig wertvolle Inhaltsstoffe erhalten. Weitere Möglichkeiten sind das Trocknen/Dörren oder Tiefkühlen, wodurch Geschmack, Farbe und Nährstoffe weitgehend erhalten bleiben. Diese Methoden helfen, Überschüsse sinnvoll zu nutzen und das ganze Jahr über abwechslungsreich zu kochen.

Tiefkühlobst – eine praktische Alternative

Auch wenn frisches Obst im Winter knapp ist, müssen Sie nicht auf Vitamine und Geschmack verzichten. Tiefkühlobst kann hier helfen. Das Obst wird direkt nach der Ernte schockgefrostete und behält dadurch die meisten Nährstoffe wie z.B. Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe. Tiefkühlobst eignet sich hervorragend für Smoothies, Obstsalate, warme Hafergerichte oder Kompott. Außerdem spart Tiefkühlobst Zeit beim Waschen und Schälen und ist eine praktische Alternative, wenn frisches Obst gerade nicht/wenig verfügbar ist. Das gleiche gilt auch für Gemüse.

So gelingt der winterliche Speiseplan

  • Abwechslung schaffen: Kohl, Wurzelgemüse und Kartoffeln lassen sich hervorragend kombinieren – ob als Eintopf, Ofengemüse, Salat oder Püree.
  • Ballaststoffe & Vitamine nutzen: Wintergemüse sind reich an Vitamin C, sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen – ideal für Immunsystem, Verdauung und Zellschutz
  • Sinnvoll kombinieren: Gemüse mit Vollkornprodukten und pflanzlichen Proteinen kombinieren, z. B. ein Eintopf aus Wurzelgemüse mit Bohnen oder Linsen, dazu Vollkornbrot oder Kartoffeln.
  • Haltbar machen: Fermentiertes Gemüse, Eingekochtes oder eingelegte Sorten aus dem Sommer bringen Abwechslung in den Speiseplan.
  • Richtig lagern: Viele Wintergemüse halten sich länger, wenn sie kühl, dunkel und trocken gelagert werden.
  • Frisches Obst integrieren: Heimische Äpfel und Birnen sind vielseitig einsetzbar – als Snack, Kompott, im warmen Frühstück oder als Salat. Tiefkühlobst ergänzt das Angebot.

Zusammenfassend kann man sagen

Auch im Winter bietet die heimische Landwirtschaft ein breites Angebot an frischem und lagerfähigem Obst und Gemüse. Kohlarten, Wurzelgemüse, Wintersalate, Äpfel und Birnen bilden eine abwechslungsreiche Grundlage für eine ausgewogene Ernährung. Wer zusätzlich Sommer- und Herbstgemüse haltbar macht oder Tiefkühlprodukte nutzt, kann das ganze Jahr über regional, vitaminreich und nachhaltig kochen. Saisonales Essen stärkt die Gesundheit, schont die Umwelt und bringt Abwechslung auf den winterlichen Speiseplan.

Text: Hannah Gögele, Diätologin Häuser zum Leben

Foto: Pixabay

Quellen:

Österreichische Ernährungsempfehlungen
Obst und Gemüse frisch und regional einkaufen | Verbraucherzentrale.de
Saisonkalender – Gemüse und Obst | Gesundheitsportal
Saisonkalender | Verbraucherzentrale
Gesund essen, gut fürs Klima
Saisonkalender Obst und Gemüse | Greenpeace
Sommergemüse haltbar machen | Wir leben nachhaltig

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Im Ernährungsblog klären die Diätolog*innen der Häuser zum Leben über wichtige Ernährungsthemen auf. Einmal monatlich erscheint ein Blogbeitrag.

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