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Buchpräsentation „Das Tor“

Anlässlich der heurigen Gedenk-Aktionen wird am 29.3. im Haus Rossau des Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser die neue Edition von Adele Jellineks Roman „Das Tor“ vorgestellt. Über die jüdische Schriftstellerin Adele Jellinek (1890-1943) ist heute kaum noch etwas bekannt.

Sie gehört zu den Vergessenen, obwohl sie zu Lebzeiten als Übersetzerin tätig war, Erzählungen und Feuilletons sowie einige Gedichte und den nun erstmals editierten Fortsetzungsroman veröffentlichte. Seit einer misslungenen Operation war sie an den Rollstuhl gefesselt. Nach dem März 1938 musste die Schriftstellerin ihre Wohnung in Ottakring, Thaliastraße 93 verlassen. Sie fand Unterkunft im 2. Wiener Gemeindebezirk, der Leopoldstadt, Große Mohrengasse 20. Schließlich wurde das Altenheim der Israelitischen Kultusgemeinde im 9. Bezirk, Seegasse 9 ihre letzte Unterkunft in Wien. Am 25. Mai 1943 wurde sie, wie viele andere BewohnerInnen dieses Heims auch, in einem Güterzug nach Theresienstadt deportiert. Sie starb kurz nach ihrer Ankunft im Ghetto Theresienstadt am 3. September 1943.

Ihr Roman fängt ein Stück Wiener Zeitgeschichte ein – ein Zeitbild, das den proletarischen Alltag der Bewohner des Hauses in der Zwischenzeit zugänglich macht. Im Mittelpunkt der Geschehnisse stehen dabei die fünfzehnjährige Hanna Jörgi und ihre Freunde. Die inneren und äußeren Veränderungen beim Erwachsenwerden schildert der Roman genauso berührend wie die sozialen Umstände, in denen die Kinder und Jugendlichen aufwachsen. Arbeitslosigkeit und Armut sowie die damit verbundenen individuellen und sozialen Folgen prägen das Schicksal und die Entscheidungen der Heranwachsenden.

Adele Jelilnek

Foto: © Archiv Theodor Kramer Gesellschaft, www.theodorkramer.at

Die nun im LIT Verlag erschienene Edition wurde von den Germanistinnen Henriette Herwig, Sabrina Huber und Maike Purwin (Universität Düsseldorf) vorbereitet und mit einem Kommentar, einem Nachwort sowie einer Biographie der Autorin versehen. Die soeben erschienene Edition wurde vom Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus gefördert.

Die Herausgeberinnen Prof. Dr. Henriette Herwig und Sabrina Huber werden bei der Buchpräsentation anwesend sein.

 

Adele Jellinek „Das Tor“
Herausgegeben und kommentiert von Henriette Herwig, Sabrina Huber und Maike Purwin, mit einem Nachwort von Sabrina Huber
LIT Verlag, Reihe: Vergessene Schriftstellerinnen
Bd. 4, 2017, ISBN 978-3-643-50786-0
http://lit-verlag.de/isbn/3-643-50786-0

Buchpräsentation
29.3., 15:00 Uhr
Haus Rossau
Seegasse 11, 1090 Wien
Tel.: +43 (1) 313 99 1190

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