Die Geschichte von Salome und Reem

Im Haus Döbling haben 23 Flüchtlingsfamilien ein neues Daheim gefunden. Wir haben zwei Frauen und ihre Kinder besucht.

Luca (8) strahlt über das ganze Gesicht. Hier in Österreich wird er trotz seiner Behinderung in der Schule akzeptiert und hat schon viele FreundInnen gewonnen. „Endlich geht mein Sohn wieder gern in die Schule“, bestätigt seine Mutter Salome. Sie kamen aus Georgien, weil es dort keine medizinische Behandlung für ihn gibt. Sie hat Masseurin gelernt und möchte diesen Beruf auch hier möglichst bald wieder ausüben können. Bis dahin hilft sie in der Waschküche des Hauses mit. Damit sie bald keinen Dolmetsch mehr benötigt, beginnt sie demnächst einen Intensiv-Deutschkurs.

Reem kam mit ihrer Tochter Hala (12) aus Syrien, wo sie ihre beiden älteren Töchter (15 und 16) beim Vater zurücklassen musste. „Aber wir skypen oft miteinander, denn sie benötigen in ihrem Alter viele Gespräche“, erzählt sie. Sie hat in der Heimat als Direktorin einer Grundschule gearbeitet und möchte auch hier bald wieder in der Klasse stehen. Tochter Hala besucht die 1. Klasse einer Mittelschule. Reem: „Sie hat nach der Ankunft im Lager viel geweint, aber jetzt akzeptiert sie das Leben hier, wird von den LehrerInnen hervorragend unterstützt und erzählt ihren Schwestern über Skype, wie gut es ihr geht, und dass es ihnen auch gefallen wird!“

Wie es ihnen im Haus Döbling geht? Die BewohnerInnen sind sehr nett und lächeln sie sehr freundlich an! Auch mit Luca plaudern sie viel. Zum Abschluss wollen wir wissen, wie die beiden sich ihre Zukunft vorstellen: „Ich fühle mich schon als Tochter dieses Landes“, sagt Reem, „und Haupt¬sache, ich darf bald arbeiten und meine Töchter nachkom¬men lassen!“ „Und Luca soll glücklich sein“, sagt Salome. Und beide sprechen von dem guten und herzlichen Empfang, den man ihnen hier in Österreich bereitet hat...

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(Interview: Barbara Szerb-Mantl & Martin Krexner)