SeniorInnenarbeit im Bezirk neu gedacht

Die Pensionistenklubs der Stadt Wien beschreiten neue Wege: Ein Pilotprojekt soll die SeniorInnenarbeit in den Bezirken noch attraktiver machen.

Die Pensionistenklubs der Stadt Wien stellen eine niederschwellige Möglichkeit dar, ältere Menschen in Wien miteinander zu vernetzen. Die Programmgestaltung konzentrierte sich in der Vergangenheit vor allem auf Freizeitaktivitäten und Kommunikation, bei der die Prävention vor Einsamkeit im Alter im Zentrum stand.

Diese Kernfunktionen und Aufgaben der Pensionistenklubs und SeniorInnen.Treffs sollen nun durch eine Neuausrichtung ausgeweitet werden. In den Bezirken Leopoldstadt, Mariahilf, Penzing und Floridsdorf werden dafür bis Ende 2016 Pilotprojekte entwickelt und gestartet. Hintergrund ist die in den letzten Jahren bemerkbare Veränderung der Ansprüche, Bedürfnisse und des Freizeitverhaltens der Wiener SeniorInnen.

Als Grundlage für die inhaltliche Weiterentwicklung der Pensionistenklubs ist die Wiener Strategie „Pflege und Betreuung 2030“. Zudem werden Erkenntnisse aus den verschiedenen Aktivitäten der letzten Jahre miteinfließen. Ein wichtiger Punkt des Pilotprojets ist die aktive Einbindung der SeniorInnen in die Gestaltung des Klubprogramms.

Im Mittelpunkt der bezirksspezifischen Konzepte für die zukünftige SeniorInnen-Arbeit stehen Ausweitung der Vernetzung und Kooperation mit Grätzl-Institutionen, die Verstärkung der gesundheitsfördernden Maßnahmen für SeniorInnen und jenen zur Prävention von Einsamkeit bzw. Beratung über das SeniorInnen-Angebot in der Stadt Wien. Zudem soll es ein gezieltes Angebot für benachteiligte Zielgruppen, wie etwa sinnesbeeinträchtigte und behinderte SeniorInnen oder SeniorInnen mit Migrationshintergrund geben.

„Das Pilotprojekt in den vier Bezirken hat zum Ziel, die Lebensqualität der Wiener Seniorinnen und Senioren weiter zu verbessern. Mit einem bedarfsorientierten und attraktiven Angebot sollen zusätzliche Klubbesucherinnen und -besucher angesprochen werden. Die Erfahrungen der Neuausrichtung in den Pilotbezirken stellen langfristig die Entscheidungsgrundlage für weitere Reformprojekte in den anderen Bezirken dar“, erklärt Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely.

„Die Pensionistenklubs sind eine Wiener Institution mit jahrzehntealter Tradition. Sie sind auch Arbeitsstätte von rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit der neuen SeniorInnenarbeit in den Bezirken sollen diese Arbeitsplätze gesichert und attraktiver gestaltet werden“, so KWP-Geschäftsführerin Gabriele Graumann.