Fische im KWP

Fisch schmeckt sehr gut, ist gesund und auch noch leicht verdaulich. Im KWP wird das ganze Jahr auf höchste Qualität geachtet.

Die 30 Frischküchen in den Häusern zum Leben beweisen seit vielen Jahren, dass Gemeinschaftsverpflegung auch regional, saisonal und vor allem frisch gekocht sein kann. Das KWP nimmt diesen Ansatz besonders ernst: Nur 2,8 Prozent der verkochten Lebensmittel sind Fertigprodukte. Die restlichen 97,2 Prozent sind Frischware. 74 Prozent davon wiederum kommen aus Österreich (20 Prozent aus der EU) und der Bioanteil liegt bei stetig steigenden 33 Prozent.

Ganz besonders beliebt ist Fisch. Mehrmals pro Woche können unsere BewohnerInnen ein Fischgericht auswählen. Die Kombination aus wunderbarem Geschmack, hohem Nährstoffgehalt und leichter Verdaulichkeit ist ein echter Evergreen. Denn: Wer Fisch isst, nimmt nicht nur eine leichte, sondern auch sehr eiweißreiche Mahlzeit zu sich. Enthalten sind Tryptophan und Tyrosin, zwei wichtige Eiweißbausteine, die eine Vorstufe zum Glückshormon Serotonin darstellen. Und das wiederum ist eine Grundvoraussetzung, um sich mental, geistig und körperlich fit zu fühlen. Auch die speziell in fetten Fischen wie dem beliebten Karpfen enthaltenen lebensnotwendigen Omega-3-Fettsäuren wirken positiv auf das Gehirn. Sie helfen auch, den Blutdruck und die Cholesterinwerte zu senken und Rheumabeschwerden zu lindern. Mineralstoffe wie Phosphor und Eisen, B-Vitamine, Folsäure, Vitamin A und D ergänzen das Nährstoffmuster. 

Frischer Fisch aus heimischen Teichen

70 Prozent der im KWP kredenzten Fische – etwa 55 Kilogramm pro Woche und Haus – sind Frischfische aus Österreich. Zweimal wöchentlich können sich die BewohnerInnen darauf freuen. Der Vorteil von österreichischem Frischfisch liegt auf der Hand: Die Fische kommen nach der Schlachtung und Weiterverarbeitung auf dem schnellsten Weg in die Küchen. Durch die kurzen Wege wird der CO2-Ausstoß minimiert und die Umwelt entlastet. Zusätzlich bleibt die Wertschöpfungskette zu 100 Prozent in Österreich.

Für eine effiziente Belieferung der Häuser mit frischen Fischen müssen mehrere Fischteiche herangezogen werden. Damit wieder eine ausreichende Menge nachgezüchtet werden kann - das dauert in etwa zwei bis drei Jahre – werden die Fischteiche abwechselnd ausgewählt. Das KWP nimmt mit diesem Konzept der genauen Vorplanung hinsichtlich Produktion und Aufzucht der Fische eine Vorreiterrolle im EU-Förderprogramm „Aquakultur 2020“ ein und trägt dazu bei, die Zukunft der heimischen Fischzucht zu sichern.

Auf den Fotos ((c) Hinterramskogler): Fische und ein Teich in Pottenbrunn/NÖ des KWP-Partnerunternehmens Cernys. Die Bilder entstanden im Rahmen eines Ausfluges mit BewohnerInnen der Häuser zum Leben.