Haus Föhrenhof: 50 Jahre und frisch saniert

Gleich doppelten Anlass für Feierlichkeiten gab es im Haus im 13. Bezirk am Montag, 21. September 2015.

Mit einer ausgedehnten Feier zelebrierten die BewohnerInnen des Hauses Föhrenhof das runde Jubiläum. Das Mitte der 60er Jahre von Bürgermeister Bruno Marek eröffnete Haus Föhrenhof bietet ein komfortables Zuhause für insgesamt 284 ältere Wienerinnen und Wiener. Es ist vor allem für Menschen attraktiv, die gerne im Grünen leben, schöne Spaziergänge im nahe gelegenen Lainzer Tiergarten genießen oder einfach die Aussicht über ganz Wien von den neuen Gemeinschaftsterrassen.

Im Rahmen der Festveranstaltung am 21. September wurde den BewohnerInnen, MitarbeiterInnen und den zahlreichen Gästen ein abwechslungsreiches Programm geboten. Nach einem Eröffnungslied der Hortgruppe der Kinderfreunde, die im Haus untergebracht ist, präsentierte Bewohnerin Liane Micko ihre Kunst an der Harfe.

Die Feier war auch Rahmen für eine besondere Übergabe: Der langjährige Direktor Johannes Herbst übergab seine Agenden an die neue Direktorin Larissa Rebbe. Sie stellte sich auch gleich standesgemäß bei den BewohnerInnen und MitarbeiterInnen vor.

Ein modernes Pensionisten-Wohnhaus
Um das Haus nach fünf Jahrzehnten bereit für die kommenden Jahrzehnte zu machen, wurde es seit März 2013 generalsaniert. Die Arbeiten konnten pünktlich im Sommer 2015 abgeschlossen werden. Alle Wohnungen sind jetzt mit barrierefreien Bädern und Toiletten ausgestattet. Die Gänge und Gemeinschaftsbereiche sind ansprechend gestaltet und gewährleisten hohe Funktionalität und Sicherheit. Der heimliche Star des Hauses, der große Garten, wurde durch neu errichtete Balkone und großzügige Gemeinschaftsterrassen neu akzentuiert. Die vorhandene Dachterrasse wurde ausgebaut und bietet einen atemberaubenden 360-Grad-Blick über Wien und den bewaldeten Westen.

Für die geselligen Momente im Leben wurde ein lichtdurchfluteter Aufenthaltsraum mit umlaufendem Balkon geschaffen. Im Inneren bieten offen gestaltete Kommunikations- und Gemeinschaftsorte – zum Beispiel der Markt.Platz und die Eingangshalle – Begegnungs- und Verweilmöglichkeiten für BewohnerInnen und BesucherInnen.

Ganz neu errichtet wurde ein „Gepflegt.Wohnen“ stationärer Bereich. Insgesamt finden jetzt 80 BewohnerInnen auf zwei Stationen mit Einzel-, Doppel- und Dreibettzimmern Platz. Die Pflegezimmer sind hell und behaglich gestaltet und bieten eine moderne technische Ausstattung, wie beispielsweise das Rufsystem, Netzwerkanschluss und WLAN. Neu ist auch der ambulante Bereich.

Im Außenbereich wurde die ursprüngliche Architektur von Architektin Edith Lassmann aus dem Jahr 1966 aufgegriffen, zeitgemäß adaptiert und durch die Farbgestaltung der Fassade akzentuiert. Die energetischen Verbesserungsmaßnahmen der Außenhülle, nach aktuellem Stand der Technik, fußen in einem Fenster- und Türentausch und Wärmedämmung der Fassade.

Insgesamt wurden für die Generalsanierung des Hauses Föhrenhof 22,9 Millionen Euro investiert.

Sehr stolz auf das neue Haus ist KWP-Präsidentin Stadträtin Sonja Wehsely. „Die Stadt Wien investiert laufend in die Versorgung ihrer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger. Seit dem Jahr 2007 waren es allein im KWP 275 Millionen Euro. Damit stellen wir sicher, dass die ältere Generation in unserer Stadt ein aktives, selbstbestimmtes Leben führen kann.“

„Das Haus Föhrenhof ist ein schönes Beispiel dafür, welch hohen Stellenwert eine so gut geführte SeniorInneneinrichtung im Bezirk hat. Hier wird nicht nur gewohnt, hier findet täglich Austausch und Dialog statt – zum Wohl aller in Hietzing", so Bezirksvorsteherin Silke Kobald.

KWP-Geschäftsführerin Gabriele Graumann freut sich über die gelungene Generalsanierung: „Der Föhrenhof ist unser ältestes noch existierendes Haus. Es wurde zeitgerecht und im Kostenrahmen von Grund auf saniert“, so Graumann. „Ich möchte mich bei allen bedanken, die das möglich gemacht haben. Und ganz besonders bei unseren Bewohnerinnen und Bewohnern, die sehr viel Geduld und Verständnis für die notwendigen Arbeiten gezeigt haben.“